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Im März 2009 starteten wir ein internationales Projekt mit dem Titel: Labormethoden und Empfehlungen für die gute fachliche Praxis zur Steigerung der Rohmilchqualität für Milchviehbetriebe in Zusammenarbeit mit einer holländischen und einer rumänischen Schule. Am Beginn waren 10 holländische Schüler in Ursprung und erarbeiteten in Zusammenarbeit mit 10 Ursprunger Schülern Aufgaben über Mastitis.
Mastitis ist ein sehr wichtiges und interessantes Thema für uns, da es sich dabei um eine der wichtigsten ökonomischen Probleme für Milchbauern handelt.
Wir bildeten fünf Gruppen und bearbeiteten verschiedene Themenstellungen:
1. Genetische Verbesserung der Eutergesundheit
2. Homöopathie und alternative Behandlungsmöglichkeiten gegen Mastitis
3. Managementinstrumente zur Verbesserung der Eutergesundheit
4. Veränderung in der Milchzusammensetzung
5. Finanzielle Auswirkungen von Mastitis und hoher Zellzahl
Zur theoretischen Aufarbeitung des Themas wurden mehrere Betriebe besucht, wo wir zusätzliche Informationen über Mastitis und die Behandlung von den Bauern erfuhren. Von diesen Betrieben nahmen wir verschiedene Milchproben, welche im Labor der Schule auf folgende Parameter analysiert wurden:
1. Bakterienstämme in der Milch (z.B. Staphylococcus aureus,
Streptococcus uberis, Streptococcus agalactiae, Escherichia coli)
2. Leitfähigkeit
3. pH-Wert
4. Eiweißgehalt
5. Zellzahl
6. Keimzahl
Die Ergebnisse unserer Untersuchungen wurden den Landwirten mitgeteilt, mit ihnen diskutiert und evtl. Vorschläge zur Verbesserung der Eutergesundheit und der Milchqualität erarbeitet.
Der zweite Teil unseres Projektes fand in Sibiu in Rumänien statt. Wir arbeiteten zur gleichen Themenstellung weiter und versuchten, Vergleiche zwischen Österreich und Rumänien anzustellen. An unserem ersten Wochenende wurde das orthodoxe Osterfest gefeiert, was uns ein bisschen mehr Zeit gab, die Umgebung näher kennenzulernen und einige Kirchen und Museen zu besichtigen. Zur Einführung der rumänischen Schüler präsentierten wir unsere Arbeit und Ergebnisse von zu Hause, welche wir mit den holländischen Schülern erarbeitet haben. In Biertan besichtigten wir zwei landwirtschaftliche Betriebe, von welchen wir auch Milchproben mitnahmen. Zu unserer Überraschung wurden die Kühe (jeweils ca. 100 Stück) mit der Hand gemolken. Die Kühe waren in einem sehr guten Zustand und auch die Milchqualität war sehr gut. Dies konnte schon vor Ort vorausgesagt werden, da wir auf jedem Betrieb den Zellzahlgehalt der Milch gemessen haben. Unsere Annahmen wurden auch durch die Analysenwerte, welche wir im Labor der Universität erhielten, bestätigt.
Bei einigen größeren Landwirtschaften wurde uns die Probenahme von Milchproben verweigert und manche Betriebe wiesen eine sehr schlechte Milchqualität auf.
Neben der Arbeit an unserem Projekt nahmen wir auch an einigen kleineren Workshops an der Schule teil, wo wir unser eigenes Eis machten, Salami produzierten und Brezeln und Kuchen backten.
In der gesamten Projektzeit wurde viel gearbeitet und viel gelernt, aber auch die Freizeitaktivitäten und der Spaß kamen nicht zu kurz. Mit den holländischen Schülern verbrachten wir ein Schiwochenende in Wagrain und spielten Volleyball. In Rumänien waren wir beim Bowling, spielten verschiedene Gesellschaftsspiele, kochten gemeinsam und genossen die schöne Stadt Sibiu. Diese Projekt war zwar viel Arbeit, war aber sehr interessant und hat viel Spaß und Freude bereitet!
Das Projekt-Team:
Edith Oberkofler, Erwin Gierzinger, Stefan Graggaber, Franz Griessner, Isabella Neuhofer, Philipp Reisinger, Patrick Schmidseder, Sarah Eder, Christoph Hörbiger, Christoph Quehenberger, Markus Kober, Jan Nesensohn, Christoph Scharnagl, Viktoria Kaml
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