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Prag - Bericht von Christina Löcker und Maximilian Bamberger, 4 UT
Vom 1. Juli bis zum 5. Juli durften wir, Christina Löcker und Maximilian Bamberger aus der 4 UT Klasse, das vorjährige Gen- und Biotechnologieprojekt „Flotte Bienen – fiese Viren“ beim internationalen Wissenschafter-Kongress für Biochemiker und Molekularbiologen FEBS (Federation of European Biochemical Societies) vorstellen.
Der 34. FEBS Kongress wurde vom 4. Juli bis 9. Juli 2009 in Prag abgehalten. Bei FEBS treffen sich Forscher, Biochemiker, Biologen aus der ganzen Welt, um ihre Arbeit den anderen zu präsentieren, um diese zu diskutieren und um neue Erfahrungen und Ideen zu sammeln.
Bereits am Mittwoch starteten wir früh am Morgen, um mit den Zug von Salzburg nach Prag zu fahren. Nach gut 7 ½ stündiger Zugfahrt erreichten wir endlich unser Ziel in der Tschechischen Republik. Doch gleich am Anfang mussten wir feststellen, dass uns die Tschechen das Leben schwer machen wollen und fast niemand ein erträgliches Englisch sprechen, geschweige denn verstehen kann. Erschöpft, aber doch fanden wir bald unsere Unterkunft in Chodov – Prag 4 im Hotel/Studentenwohnheim Volha. Nach einer kurzen Rast starteten wir schließlich auch schon los, um die Stadt unsicher zu machen. Erstes Ziel – wie konnte es auch anders sein: Die Karlsbrücke und der Altstädter Ring. Nicht weit von der bekannten Karlsbrücke gönnten wir uns ein gemütliches Abendessen, bummelten durch die Stadt und suchten dann aber schon bald unsere Betten auf.
Donnerstag ging es natürlich gleich wieder in die City. Dieses Mal besuchten wir die Prager Burg am anderen Ufer der Moldau und genossen dort ein Picknick im Burggarten. Was uns an diesem Tag natürlich nicht entgangen war, waren die Wachen, die beinahe wie „ausgestopft“ vor dem Haupteingang der Burg stehen. Nachmittags entdeckten wir in einer kleinen Seitengasse das kleine Cafe Kafíčko, wo wir uns eine typisch tschechische Mehlspeise, eine Honigtorte gönnten. Auf unserem weiteren Weg stand natürlich das neue Franz Kafka Museum und sein von außen eigentlich sehr unspektakulär aussehendes Geburtshaus. Aber das war noch nicht genug, wir mussten noch zum großen Wenzelsplatz und zur Reiterstatue von Wenzel, am oberen Ende des Wenzelplatzes, gleich vor dem Nationalmuseum von Prag. Auf Grund des extrem schönen Wetters und der Hitze gönnten wir uns eine kleine Rast in unserer Unterkunft, um dort eine Abkühlung zu holen. Doch auch am Abend blieb unseren Augen die Prager Altstadt nicht verborgen. Bei Live- Jazzmusik nahmen wir in einem italienschen Restaurant unser Abendessen ein. Eines fehlte uns an diesem Tag noch, wir wollten noch unbedingt zur erst 2003 enthüllten Statue von Kafka. Und wir fanden sie auch.
Freitag, der letzte „freie“ Tag in Prag. Bereits am frühen Vormittag machten wir uns wieder auf, um im Chodov Center etwas für das Mittagspicknick zu besorgen. So machten wir uns mit einem vollen Rucksack wieder auf zur Burg, denn wir wollten noch eine Wach Ablöse und das kleine Goldene Gässchen besichtigen. Da wir dort aber so und so Kombitickets kaufen mussten, besichtigen wir natürlich auch ein paar Innenräume der Burg selbst, die Basilika, den Weingarten von Wenzel und natürlich das Goldene Gässchen. Das Goldene Gässchen entstand aus kleinen Häuschen entlang der gotischen Burgmauer. Heute befinden sich in den kleinen Häuschen Ausstellungen und Verkaufsräume verschiedener Kunsthandwerke sowie eine kleine mittelalterliche Ausstellung mit vielen alten Rüstungen, Kettenhemden usw. Am Ende des Gässchens kann man in einen Folterturm gehen und sich dort ein paar der alten brutalen Foltergerätschaften anschauen. Doch eine Burg war nicht genug für uns. So machten wir uns auf den Weg über die Karlsbrücke zurück zur Metro und fuhren nach Vysehrad. Dort sollte noch eine der Prager Burgen sein. Gemütlich spazierten wir die Hinweisschilder entlang und gelangen auch wirklich zu Mauer. Von den Mauern umgeben befinden sich die Peter und Paul Kirche, ein riesiger Friedhof, ein schöner grüner Park und viele viele Ausstellungen. An diesem Freitag wollte Max unbedingt zu einem der Subways in Prag. So kamen wir schließlich auch noch in den Genuss, den Wenzelsplatz bei Nacht zu erleben.
Nun war der große Tag gekommen, Samstag, der Tag, an dem die Student’s Conference von FEBS stattfand. Um halb elf erreichten wir das Kongress - Zentrum in Vysehrad, wo wir uns zuerst registrieren mussten und mit Unterlagen, Block und Schreibzeug ausgestattet wurden. Dann durften wir endlich unser Poster platzieren. Die Student’s Conference gab Studenten aus der ganzen Welt die Möglichkeit, die erste Kongress Erfahrung zu machen und ihre Arbeit beim Studium zu präsentieren. Doch wir stellten bald fest, dass bei der Veranstaltung eigentlich keine Schülerinnen und Schüler dabei waren. Das sollte uns nicht weiter stören. Schließlich trafen kurz nach 13:00 Uhr, nach der Eröffnung der Student’s Conference, Kolleginnen aus Deutschland ein. Unsere Aufgabe war es an diesem Nachmittag, unser Projekt an Hand des Posters Interessenten und den Jury - Mitgliedern zu präsentieren und schmackhaft zu machen. Im Anschluss an die Präsentationen wurden speziell für die Jugend zwei kurze Vorträge zu den Themen „The Story of contemporary Biochemistry“ und „Human and Chimpanzee: Comparative Genomics“. Nach diesen beiden sehr interessanten Beiträgen wurde es auch schon ernst. Die Jury teilte die Projekte in drei Gruppen ein, wobei wir unter die Gruppe „verschiedene Themen“ gehörten. Außer jeder Gruppe wurde das Projekt mit dem besten Poster, der besten Präsentation und dem besten Wissen bezüglich dem bearbeiteten Thema prämiert. Und siehe da. “And the winner in the last group is the poster of Christina Löcker”. Stolz nahmen so Max, der irgendwie immer vergessen wurde, und ich unseren Preis, ein ziemlich schweres Buch zum Thema „Cell Biology“ und weitere kleinere Geschenke, entgegen.
Im Anschluss an die Student’s Conference durften wir an der offiziellen Eröffnungszeremonie mit vielen, vielen Ansprachen teilnehmen. Nach über 2 ½ Stunden Gerede wurde schließlich die FEBS Konferenz und das große Eröffnungsbuffet eröffnet. Anders als bei der Student’s Conference waren hier wirklich fast alle Nationen der Welt vertreten. Die Forscher und Forscherinnen hatten genau wie wir Platz für ein Poster, um ihre Forschungsarbeit zu präsentieren. Es war beeindruckend zu sehen, wie die Poster von ca. 2000 ForscherInnen neben einander hingen und das auf einige Räume verteilt. Es waren auch viele Firmen vertreten, die ihre Produkte oder Zeitschriften unter die Leute bringen wollten. Dieser Tag in Prag war wirklich sehr erfolgreich und eine super Erfahrung für uns.
Leider war am Sonntag in der Früh unser Aufenthalt in Prag wieder vorüber und wir mussten die lange Heimreise nach Österreich antreten. Zu unserem Nachteil hatte der Zug aus Prag eine gute halbe Stunde Verspätung und wir verpassten unseren Anschlusszug von München nach Salzburg.
Unsere fünf Tage in Prag waren ein wunderschönes Erlebnis, denn Prag ist eine sehr schöne Stadt mit vielen Attraktionen. Vor allem von der FEBS Konferenz konnten wir viele, viele Erfahrungen mitnehmen und einen weiteren Schritt in unserem Projektleben machen.
Übrig bleiben uns viele Fotos und schöne Erinnerungen an unseren Aufenthalt, ein super Preis von den FEBS und ein ordentlicher Stapel an Informationsmaterial zu den Themen Mikrobiologie, Molekularbiologie, Zellforschung, Biochemie usw.
Zu guter Letzt gebührt unserem Direktor Dr. Wolfgang Stehrer, unserem Projektsleiter Dr. Konrad Steiner, dem Ballfond der HLFS Ursprung, den Veranstaltern von FEBS 2009, natürlich Herrn Hofmann und allen anderen Mitwirkenden, die uns diese Reise zu den FEBS 2009 in Prag ermöglich haben, ein riesiges Dankeschön!
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