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Bericht von Simone Reiter, Schwaiger Lorenz, Anton Gimpl, Lukas Eberharter und Martin Osterauer
Nachdem wir bereits im Freifach Gen- und Biotechnologie einiges an Erfahrung sammeln konnten und diese noch ausbauen wollten, haben wir die Chance genutzt -vermittelt durch Prof. Dr. Konrad Steiner-, um unser Wissen am Austrian Institute of Technology im Zuge eines Praktikums zu erweitern. Lukas Eberharter, Maturajahrgang 2009, hat sich dazu entschlossen, die Zeit bis zum Wehrdienst sinnvoll zu nutzen und arbeitet hier mit uns als freier Angestellter noch bis Ende November. In diesem Laborkomplex in Seibersdorf, welches südlich von Wien an der Grenze zum Burgenland liegt, sind viele verschiedene naturwissenschaftliche Zweige vertreten.
Unsere Arbeitsstätte befindet sich im westlichen Teil dieser Anlage und beherbergt verschiedene Unterabteilungen, wie zum Beispiel das Dopinganalyselabor und die Toxikologie.
Wir arbeiten in der Abteilung Mikrobiologie und Molekularbiologie und befassen uns mit unterschiedlichsten Aufgaben.
Ein zentrales Thema ist es, Genexpressionen (-ausprägungen) von Kartoffelpflanzen zu analysieren, was schon im Bereich der Vorbereitungsphase einiges an Arbeit bedeutet, betrachtet man das Aufziehen der Pflanzen in unserem eigenen Gewächshaus und die Probensammlung einmal genauer.
Unsere Aufgaben:
DNA Isolation sowie Allelspezifische PCR zur Vervollständigung der Map des Chromosoms 11 (Lukas Eberharter)
RNA Isolation und Realtime PCR: Untersuchung im Zusammenhang mit der Stärkesynthese im zeitlichen Verlauf (Simone Reiter)
DNA Isolation und anschließende Vervollständigung einer Genkarte in Bezug auf Feuerbrand (Lorenz Schwaiger & Anton Gimpl)
Evaluierung der Genexpression von Kartoffelpflanzen unter den Faktoren Tageslänge und Phytophthora infestans mittels Realtime-PCR (Diplomarbeit von Martin Osterauer)
Unser Tagesablauf startet immer mit der Fahrt von Wien nach Seibersdorf mit dem Firmenbus, dann mittels Chipkarte vorbei an der instituteigenen Polizeistation. Gearbeitet wird bis 17Uhr mit einer halben Stunde Mittagspause in unserer Kantine.
Das Forscherteam ist sehr international gehalten, was uns einen guten Einblick auf die gute Zusammenarbeit zwischen verschiedensten Staaten ermöglicht und auch viele interessante Bekanntschaften zur Folge hat. Auch unsere Vorgesetzten sind sehr nett und weihen uns mehr und mehr in die Geheimnisse der Gentechnologie ein.
Zusammengefasst, es ist ein Praktikum, was sich in jeder Hinsicht lohnt und für den späteren Berufsweg nur von Nutzen sein kann.
Ursprunger Schüler sind hier immer gern gesehene Arbeitskräfte, und deshalb wird es wahrscheinlich auch nächstes Jahr wieder möglich sein, ein paar der heißbegehrten Praktikumsplätze zu ergattern und sich einen Einblick in das interessante und abwechslungsreiche Leben in einem der größten Laboratorien Europas zu schaffen.
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