Zukunftsdialog
Josef Eitzinger
(*1962) ist seit 1991 am Institut für Meteorologie und Physik der Universität für Bodenkultur Wien tätig, seit 2003 als außerordentlicher Universitätsprofessor mit Forschungsschwerpunkten u. a. in den Bereichen Agrarmeteorologie, Agrarklimatologie und Mikroklimatologie. Zwischen 1998 und 1999 forschte er als Erwin-Schrödinger-Stipendiat an der Colorado State University, USA; im Jahr 2009 erschien sein Buch „Landwirtschaft im Klimawandel“.
Harald zur Hausen
(*1936), Professor Dr. med. Dr. h. c. mult., erhielt 2008 den Nobelpreis für Medizin in Anerkennung für seine Entdeckung, dass bestimmte Viren Gebärmutterhalskrebs verursachen. Er war u. a. an den Universitäten Würzburg, Erlangen und Freiburg tätig und leitete von 1983 bis 2003 das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg, wo er weiterhin Forschung betreibt. Er hat mehr als 300 wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht, im Jahr 2010 erschien sein Buch „Gegen Krebs. Die Geschichte einer provokativen Idee“.
Thomas A. Henzinger
(*1962), Präsident des Institute of Science and Technology Austria (IST Austria), ist Computerwissenschaftler und war zuvor u. a. Professor an der UC Berkeley, Direktor des Max-Planck-Instituts für Informatik in Saarbrücken sowie Professor an der EPFL Lausanne. Er ist Wittgenstein-Preisträger des Jahres 2012, wurde 2011 mit einem ERC Advanced Investigator Grant ausgezeichnet und ist weiters Mitglied der Academia Europaea, der Nationalen Akademie der Wissenschaften (Leopoldina) sowie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.
Gerhard Herndl
(*1956), Wittgenstein-Preisträger des Jahres 2011, forschte von 1999 bis 2008 als Professor für Biologische Ozeanographie an der Universität Groningen, Niederlande, und ist seit 2008 Professor für Meeresbiologie und aquatische Biologie und Leiter des Departments für Meeresbiologie an der Universität Wien. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Diversität und Funktion mikrobieller Nahrungsnetze im Ozean und auf den Stoffkreisläufen insbesondere der Tiefsee.
Sylvia Kirchengast
(*1965), ist seit 1994 am Department für Anthropologie der Universität Wien tätig und forscht heute dort als außerordentliche Universitätsprofessorin u. a. zu bioanthropologischer Genderforschung, „Human Life History“ oder Reproduktion sowie Seneszenzprozessen unter dem Genderaspekt. Seit 2008 ist sie Mitglied im Arbeitskreis für Gleichbehandlung und seit 2011 stellvertretende Vorsitzende der Bioethikkommission der Universität Wien.
Regina Krachler
(*1952) studierte Chemie und Physik an der Universität Wien und forscht heute als außerordentliche Universitätsprofessorin am Institut für Anorganische Chemie der Fakultät für Chemie der Universität Wien. Die Forschungsschwerpunkte der Chemikerin umfassen Materialwissenschaften (Legierungen, ionische Flüssigkeiten) und Umweltchemie (globale biogeochemische Kreisläufe, Naturschutzforschung).
Konrad Paul Liessmann
(*1953), Österreichischer Wissenschaftler des Jahres 2006, ist Professor für Methoden der Vermittlung von Philosophie und Ethik an der Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft der Universität Wien sowie wissenschaftlicher Leiter des „Philosophicum Lech“. Der vielfach ausgezeichnete Wissenschaftler ist Autor zahlreicher Bücher wie „Theorie der Unbildung. Die Irrtümer der Wissensgesellschaft“ (2006), „Das Universum der Dinge. Zur Ästhetik des Alltäglichen“ (2010) und „Lob der Grenze. Kritik der politischen Unterscheidungskraft“ (2012).
Karin Mölling
(*1943), emeritierte Professorin an der Universität Zürich, ist seit 1969 wissenschaftlich auf dem Gebiet der Virologie und insbesondere der AIDS-Forschung tätig. Von 1975 an leitete sie eine eigene Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Molekulare Genetik in Berlin, wo sie heute wieder tätig ist, später stand sie viele Jahre dem Institut für Medizinische Mikrobiologie der Universität Zürich vor. Heute forscht sie darüber hinaus am Heinrich-Pette-Institut in Hamburg.
Angelika Riemer
(*1976) studierte an den Universitäten Wien, Melbourne und Bristol und wurde in Medizin und Molekularer Biologie promoviert. Im Jahr 2007 wurde sie im Fach Immunologie habilitiert, von 2008 bis 2009 forschte sie am Dana-Farber Cancer Institute der Harvard Medical School in Boston, USA, und leitet seit 2010 die Nachwuchsgruppe Immuntherapie und Immunprävention am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg.
Birgit Schlick-Steiner
(*1975) studierte Zoologie an der Universität Wien, forschte an der Universität für Bodenkultur Wien und als Erwin-Schrödinger-Stipendiatin an der James Cook University in Australien. Seit 2008 ist sie Professorin für Molekulare Ökologie an der Universität Innsbruck. Schwerpunkte ihrer Forschung liegen auf Phylogenie und Systematik, Naturschutz- und Invasionsbiologie sowie auf zwischenartlichen Beziehungen und Organisation sozialer Insekten.
Renée Schroeder,
geboren 1953 in João Monlevade, Brasilien, ist Österreichische Wissenschaftlerin des Jahres 2002 und Wittgenstein-Preisträgerin des Jahres 2003. Heute steht sie an der Universität Wien als ordentliche Universitätsprofessorin dem Department für Biochemie und Zellbiologie an den Max. F. Perutz Laboratories vor. Ihr Buch „Die Henne und das Ei. Auf der Suche nach dem Ursprung des Lebens“ ist Wissenschaftsbuch des Jahres 2012.
Tim Skern,
geboren 1956 in Hull, Vereinigtes Königreich, studierte Biochemie in Liverpool und London. Heute leitet er eine Forschungsgruppe an den Max. F. Perutz Laboratories, Wien, und unterrichtet an der Universität Wien und an der Medizinischen Universität Wien. Er veröffentlichte 75 wissenschaftliche Publikationen zu viralen Fragestellungen. Im Jahr 2006 erschien sein Buch „Coffee House Notes on Virology“, im Jahr 2009 „Writing Scientific English“.
Heinz Slupetzky
(*1940) wirkte viele Jahre als Universitätsprofessor sowie als Leiter der Abteilung für Gletscher- und vergleichende Hochgebirgsforschung und der Nationalparkforschungsstelle Rudolfshütte der Universität Salzburg. Er ist Autor unzähliger Beiträge zum Thema Gletscher in diversen Medien und war von 2002 bis 2010 Vorsitzender der Sektion Salzburg des Österreichischen Alpenvereines. Im Jahr 2011 erschien unter seiner Mitwirkung das Buch „Die Pasterze“.
Gabriele Wallner
(*1960) studierte Mathematik und Physik an der Universität Wien. Im Jahr 1989 promovierte sie in Kernphysik, forschte am Institut für Radiumforschung und Kernphysik der Universität Wien und ist seit 2007 als außerordentliche Universitätsprofessorin am Institut für Anorganische Chemie der Fakultät für Chemie der Universität Wien tätig. Einer ihrer Forschungsschwerpunkte liegt auf der Entwicklung neuer Methoden zur Messung natürlicher und anthropogener Radionuklide.